Das Auge und die wunderbare Busenwandlung!
Wir, von den Elfern, hatten letzten Samstag Weihnachtsessen. „Heinrich“, habe ich zu mir gesagt, „da muss du hin“. Es könnte ja sein, dass es da Freibier gibt. Nur eines war nicht so ganz nach meinem Geschmack. Dieses Weihnachtsessen war in Oberrad, und vor Oberrad hat mich mein Freund Dieter immer gewarnt. „Heinrich“ hat er zu mir gesagt, „in Oberrad geschehen seltsame, unerklärliche Dinge“. Na ja, kein Wunder so nahe bei Offenbach. Mein Freund Dieter hat gewusst wovon er spricht, denn er war ja mit einer Oberräderin verheiratet. Es stimmt, da geschehen wirklich wundersame Dinge. Aber dazu später mehr. Bei so einem Essen spricht man mit seinem Tischnachbar über Gott und die Welt. Von meiner Tischnachbarin (den Namen verrate ich nicht) habe ich erfahren, dass sie vor kurzem an den Augen operiert wurde. Da war ich natürlich neugierig. Sie hat mir dann von ihren Erlebnissen nach der Operation erzählt, und das hörte sich so an:
Nach der Operation siehst du die Welt wie sie wirklich ist. Als ich nach Hause kam, bin ich erst einmal durch meine Wohnung gegangen. „Also hier wohnst du“ habe ich so zu mir gesagt. „Insgesamt nicht schlecht, aber das eine oder andere muss ich verändern.“ Ja und dann kam der Schreck. Als ich ins Wohnzimmer kam, sitzt da ein alter Mann, und der sagt zu mir: „Hallo mein Schatz, schön dass du zurück bist“. Mein Gott, das ist ja mein eigener Mann, Mensch ist der alt geworden. Es war schon sehr interessant, was Erika mir alles über ihre neuen Eindrücke erzählt hat. Aber mehr verrate ich nicht. Jeder sieht die Welt und seine Umgebung aus seinem eigenen Blickwinkel.
Mir ist vor einiger Zeit folgendes passiert. Ich war zu einem Klassentreffen eingeladen. Da bin ich natürlich hin. Nachdem ich meinen Wagen geparkt hatte, musste ich noch ein Stück zu Fuß gehen. Neben mir ging eine alte Frau. Mein Gott ist die aber alt, dachte ich so bei mir. Ob die auch zu dem Klassentreffen geht? Neugierig wie ich war, habe ich sie gefragt. Sie sagte „Ja und Sie“? Ich antwortete mit „Ja!“. „Interessant“ sagte sie, „und in welcher Klasse haben sie unterrichtet?“
Aber jetzt zu den wundersamen Dinge von Oberrad. Nach dem sehr guten Essen, beim gemütlichen Teil des Abends, plötzlich allgemeine Aufregung. Erika kommt von der Toilette und hat ihre Halskette in allen Einzelteilen in den Händen. Wie das Ganze genau passiert ist, habe ich nicht so richtig verstanden. Sollte ich hier etwas nicht so richtig wiedergeben, muss ich zu meiner Entschuldigung sagen: ich höre manches nur von hinten und da kann es sein, dass ich einiges durcheinander bringe. Es ist also folgendes passiert: Erika und Gerlinde waren zusammen auf der Toilette, was ja nichts Außergewöhnliches ist, Frauen gehen immer zu zweit auf die Toilette. Erika steht vor dem Spiegel und erneuert ihr Make-Up. Da kommt von hinten Gerlinde angestürmt, rempelt Erika an und deutet ganz aufgeregt auf ihren Bussen. „Erika, Erika, schau mal auf meinen Busen, es ist etwas Wundersames passiert, ich habe plötzlich einen Busen“. Tatsächlich, es war geschehen, es war deutlich zu sehen, bei der Bluse von Gerlinde hielt kein Knopf mehr. Ja, so oder so ähnlich muss es passiert sein, und bei dem Anrempeln hat sich die Halskette von Erika urplötzlich in ihre Einzelteile zerlegt. Wie gesagt, in Oberrad geschehen wirklich die seltsamsten und wundersamsten Dinge. Dieser, mein Bericht, ist der Beweis. Nur das mit dem Busenwunder, ich weiß es nicht, irgendetwas stimmt da nicht. Für mich hatte Gerlinde schon immer einen Busen. Oder sollte womöglich …, „Nein, nein Heinrich, nicht weiterdenken, wahrscheinlich bist du nur noch verwirrt von den wundersamen Dingen von Oberrad.
Text u. Fotos: hm
Der Frauenflüsterer !
Herrengedeck à la Sachsenhausen.
Das Goetheturmfest gehört schon seit langer Zeit zu den besonderen Festen in Sachsenhausen. Es ist ja auch ein schönes Fest, wenn es nicht gerade in Strömen regnet. Doch in diesem Jahr hatten wir herrliches Wetter “mit viel Sonnenschein”. Die Vereine hatten ihre Stände aufgebaut, unter anderen auch “Die Elfer”. Es gab, wie immer am Stand der Elfer, Riefkoche (in Hochdeutsch: „Reibekuchen“), Damir hat sie gebacken, und fleißige Helfer haben sie verkauft. In diesem Jahr hatten wir bei den Helfern Verstärkung von der Garde. Es waren alle da, die Rang und Namen hatten. An unserem Tisch der Elfer saßen einige Vereinsmitglieder, tranken etwas und warteten auf ihren Einsatz. Eigentlich war es wie immer, nur in diesem Jahr war alles etwas anders. Ich kann es mir nicht erklären. Es lag eine besondere Atmosphäre über dem Fest. In der Bundesliga ging es um Sein oder Nichtsein, leider hat der Verein Eintracht Attila oder so, ins Gras beißen müssen. Böse Zungen behaupten jetzt, die Eintracht spielt nächstes Jahr im Volksbank Stadion, und da die Eintracht normalerweise in einer Arena kickt, soll das Volksbank Stadion in Volksbank Arena umgetauft werden. Es gibt da nur noch ein Problem, in das Stadion passen zu wenig Zuschauer rein. Einen Lösung dieses Problems soll auch gefunden worden sein. In der Halbzeit werden die Zuschauer ausgetauscht und schon stimmt die Zuschauerzahl wieder. Ich finde das geht zu weit, und wer hat nur dieses Gerücht aufgebracht? Wie gesagt, dieses Jahr war alles etwas anders. Mir ist da etwas besonders aufgefallen, am Tisch der Elfer wurde ein neues Getränk kreiert. Ja, das muss ich Euch erklären. Also auf dem Tisch stand ein Sektkübel mit einer Flasche Mumm Sekt drin, Jo, Olaf, Ulf, Brigitte und die anderen schwenkten ihre Bierkrüge über dem Sektkübel und tranken erst dann ihr Bier. Ein Lästermaul, der dies sah, rief urplötzlich aus:“Ah, ein neues Getränk ist geboren, ein Herrengedeck à la Sachsenhausen!” Jeder der etwas Älteren, der einmal zu Urzeiten in so einem Telekomunikations-Schuppen war, auf einem Ball der einsamen Weiber, kennt ein Herrengedeck (1 Flasche Bier und 1 Piccolo). Doch das neue Getränk, das an unserem Tisch auf dem Goetheturmfest getrunken wurde, hatte eine so starke Wirkung, dass einige davon rote Augen bekamen, und sich Sonnenbrillen aufsetzen mussten. Den Jo hat es ganz fürchterlich erwischt, der hatte nicht nur rote Augen, dem standen auch die Haare zu Berge, so dass er sich eine Mütze anziehen musste. Die Mutter der Tääsch hat es noch schlimmer erwischt, sie tanzte plötzlich im Stand der Elfer und war kaum zu beruhigen. Jetzt frage ich mich, “was ist da passiert, wie konnte dies geschehen?“ Für mich gibt es nur eine Erklärung, da waren Geister am Werk. Doch es war Mittag und normalerweise beginnt die Geisterstunde um 24:00 Uhr. Es kann aber ja sein, dass auf der Sonne schwere Eruptionen stattgefunden haben, die dann per Sonnenwind nach Sachsenhausen geschleudert wurden. Dadurch waren die Geister an diesem Tag verwirrt, anders lässt sich doch die besondere Wirkung des Herrengedecks à la Sachsenhausen nicht erklären. Mein Gott hatte dieses Gesöff eine starke Wirkung, die waren ja alle außer Rand und Band, und wie löse ich das Problem mit dem tanzenden Mädchen? Gar nicht auszudenken, was da noch hätte passieren können. Denn man darf nicht vergessen “Sie ist ein Weib, weiß der Teufel, was die noch vor hat”. Todesmutig und ganz vorsichtig habe ich mich ihr genähert und dabei ganz beruhigend auf sie eingeredet. Sie wurde zusehend ruhiger und war wieder ansprechbar. Zur Belohnung habe ich sie zu einem Mispelchen eingeladen, mit einem wunderbaren Lächeln hat sie mir gedankt. Mein Gott, ich habe gar nicht gewusst, dass ich auch ein Frauenflüsterer bin.
Text: hm
Freibier, Rippche, Dippemess
Kürzlich ruft mich meine große Vorsitzende von den Elfern an und sagte zu mir: “Heinrich, wir gehen zur Eröffnung der Dippemess, wir treffen uns um 19:00 Uhr vor dem Festzelt und du kommst mit”. Peng, das saß! Also bin ich an besagtem Tag los zur Dippemess. Das Festzelt war gut geschmückt, die Plätze reserviert. Jeder bekam eine Karte mit warmen Worten, 2 Freibier und 1 Essen. Dann ging die Suche los nach dem Platz. Mein Gott, wo ist denn unser Platz? Ich hatte Durst, 2 Freibier auf der Karte und keinen Platz zum trinken. Endlich, nach dreimaligem Versuch war der Platz gefunden. Ja, dann ging es los; die Kapelle spielte, 2 grandiose Hobbydirigenten dirigierten theatralisch zum Vergnügen aller. Wir bekamen unser Freibier, zum Essen gab es Rippchen mit Kraut. Dann wurden wir alle von der Bühne begrüßt und ein Politiker war erkoren, das von der Binding Brauerei gestiftete Bierfass „anzustechen“. Als Webmaster von den Elfern habe ich alles fotografiert, das hatte natürlich den Vorteil, dass ich nach dem Fassanstich ziemlich nahe am Bierfass war. Ein freundlicher junger Mann drückte mir einen Bierkrug mit Inhalt in die Hand, jetzt war ich im Besitz eines Frei-Freibieres. Der Unterschied zwischen einem Freibier und einem Frei-Freibier ist der, dass Glas eines Freibieres ist wesentlich kleiner, aber dafür voller Bier, dagegen ist das Glas eines Frei-Freibieres viel größer (1 Maßkrug), nur der Inhalt besteht zum größten Teil aus Schaum mit etwas Bier. Mit meinem Frei-Freibier bin ich zurück zum Tisch und das Gelächter über meine Errungenschaft war groß. Noch bevor ich mein Bier richtig genießen konnte, wurde ich von 5 Frauen entführt. Meine große Vorsitzende sagte zu mir: “Heinrich wir machen einen Bummel über den Festplatz, kommst Du mit?” Ich hörte mich „ja“ sagen und schon war ich umzingelt von diesen 5 Weibern. Wie die mit mir und dem Bierkrug an der Security vorbei aus dem Zelt gekommen sind? Ich weiß es nicht. Damit ich die Orientierung verliere, haben die mich auf ein Kettenkarussell verfrachtet und richtig durchgedreht. Die 5 haben mich dann durch verschieden Absperrungen und der Wagenburg der Aussteller in Richtung eines Gartengeländes verschleppt. Ich denke, das war, so grob, in Richtung Riederwald. Als ich wieder zu mir kam, war ich in einer Gartenlaube mit Wirtschaft. Oh Gott, war das herrlich dort. Mensch, die haben Preise, ich bin mir vorgekommen wie im Märchenwald. Die günstigen Preise darf ich nicht verraten, denn ich habe dem Horst versprochen, niemanden zu sagen, dass der Ramazotti nur 1 EURO kostet. Bei diesen günstigen Preisen verspürte ich natürlich keine Lust, so schnell nach Hause zu gehen. Irgendwann später bin ich dann nach Hause und denke gerne an meine Entführung in den “Märchenwald” zurück.
Text: hm
Letzte Änderung am 24.02.2012