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Letzte Änderung am 29.02.2016

   11er Boulevard

Alles was sie auf dieser Seite lesen ist nur Satire!

Es wurde alles vom Verfasser der Beiträge, “Wahrheitsgemäß” niedergeschrieben, genau recherchiert und beobachtet.

Der Herr ist mein Zeuge, allerdings würde ich mich sehr wundern, wenn er im Zeugenstand erscheinen würde.

7 Gazellen und 1 Domteur

Am letzten Samstag war ich, wie immer, auf der „Elfer“ Sitzung im Südbahnhof. Es war eine sehr schöne Sitzung. Ein Auftritt hat mich besonders interessiert, und der wurde wie folgt angekündigt: Es kommen jetzt 7 Gazellen auf die Bühne, einige Männer im Saal sollen bei der Ankündigung Stielaugen bekommen haben. Und was kam? 4 alte Kerle und 3 junge Hüpfer als Nonnen verkleidet. Aber der Auftritt der „Gazellen“ war doch sehr gelungen. Da ich die Typen gut kenne, stelle ich sie Euch einmal vor. Also, da kam als erster Ulf, und wenn man den im normalen Leben sieht, da schleicht er so durch die Gegend, dass man denken muss, so jetzt geht es nicht mehr weiter. Aber bei seinem Auftritt ist er über die Bühne gerauscht wie ein tänzelnder Boxer. Als zweiter kam Uwe; das ist ein Typ, der hat immer ein Lächeln im Gesicht. Im normalen Leben arbeitet er bei einer Firma, die frieren Kaffeebohnen ein, schüttet dann heißes Wasser darüber, und das nennt sich dann Cafe. Uwe ist ein sehr pünktlicher Mensch! Neulich hat er versucht, einen LKW an der Ampel, der nicht sofort bei Grün losfuhr, mit seinem Roller anzuschieben, und das nur, damit er nicht zu spät zum Training kam. Bei näherem Betrachten seines Rollers danach war dies keine so gute Idee. Als dritter kam ein Typ mit Namen Heinrich, über den kann ich Euch nicht viel sagen, den kenne ich zu wenig. Aber es soll ein sehr netter, höflicher alter Herr sein. Er hört nichts, sieht nichts und schreibt nichts, aber eins ist sicher, Heinrich, der alte „Südamerikaner“, taucht garantiert immer da auf, wo es Freibier gibt. Als vierter kam Hans, im normalen Leben war er Koch, heute bringt er seine Frau zum kochen. Hans ist ein begnadeter Knobler, nur er macht zu wenig aus seinem Talent. Er hatte auch einige Zeit einen guten Trainer, den hat er nach erfolglosen Wochen einfach entlassen. Als fünfter kam Richard; hier kann man wirklich sagen, im Alter werden Männer zu Kindern. Im normalen Leben ist er ein rüstiger Rentner und gut zu Fuß unterwegs. Warum er bei seinem Auftritt die ersten Meter über die Bühne gekrochen ist, dafür gibt es nur eine Erklärung, die Yvonne hat ihn bestimmt vor seinem Auftritt vom Pisspott gestoßen. Bei den Frauen im Saal gab es nur eine Frage, wann, wann fällt endlich die Windel runter? So sind sie halt, die Frauen: Weiber darf ich ja nicht mehr schreiben. Als sechster kam Reiner und da haben alle Frauen im Saal beim Lupfen seines Röckchens Stielaugen bekommen, und ein paar Männern soll es bei diesem reizvollen Anblick sehr warm ums Herz geworden sein. Reiner hat nach seinem Auftritt ein Angebot von einem Weingut an der Mosel bekommen. Er soll dort Werbung für den Wein „Kröver Nacktarsch“ machen. Als siebter kam Marcus. Eine Frage hat sich mir bei seinem Auftritt gestellt. Warum hat der sich all die Jahre versteckt, er ist doch mit Leib und Seele ein Karnevalist? He Marcus, das hat ab sofort ein Ende, das Verstecken. Bei seinem Auftritt in diesem Bananen-Baströckchen bekamen wieder alle Frauen im Saal Stielaugen. Eine Josefine Baker hätte, wenn sie dies gesehen hätte, sicher gesagt, besser kann man das nicht machen. Zu dem Dompteur mit Namen Horst und den beiden Trainerinnen Conny und Yvonne kann ich hier nur sagen: der Horst hat nicht nur die Peitsche geschwungen und die beiden Conny und Yvonne hier sage ich nur, ein Felix Magath ist gegen die zwei ein Schmusekätzchen. Trotz allem, wir haben es überlebt und sehr viel Spaß gehabt.

Autor: henrymils

 

Drei Augen sehen besser!

Und die Kleinen sind dieses Jahr auch nicht größer.

Mit dem Zweiten sieht man besser, so ein Quatsch! Seit Freitag weiß ich, 3 Augen sehen besser. Also die Gerlinde ist am linken Auge operiert worden und die Erika mittlerweile an beiden Augen und was die 2 mit ihren 3 Augen alles sehen, man glaubt es nicht. Jetzt der Reihe nach. Am Freitag war ich auf dem Neujahrsempfang vom Vereinsring Sachsenhausen, dies ist für mich ein Pflichttermin, weil es da unter anderem Freibier gibt, und die Wurst kostet auch nichts. Als ich den Saal betrat, saß die Erika auf einem Stuhl vor einem großen Stehtisch. Sie sah ziemlich hilflos aus. Eigentlich kann ich ja verstehen, dass sie bei ihrer Größe nicht auf den Hocker klettern kann und wenn, es wäre viel zu gefährlich für sie. Mein Gott, was da alles passieren könnte, schon alleine, wenn sie Höhenangst bekäme und abstürzen würde. Aber, dass man das arme Mädchen auf einen Stuhl vor einen großen Stehtisch setzt, für mich unverständlich. Da hätte man doch ein Behinderten gerechtes Podest bauen können, damit die Erika auf Augenhöhe am Stehtisch sitzen kann. Plötzlich kam Gerlinde mit einem strahlenden linken Auge, glücklich aussehend, in den Saal. Erika und Gerlinde begrüßten sich und dann ging es los. Wie ist deine Operation verlaufen und siehst Du jetzt alles viel klarer als vorher? Aber warte erst einmal ab, wenn beide Augen operiert sind. Ja, ja, Du hast Recht, ich sehe jetzt Dinge die ich vorher ganz anders gesehen habe. Guck dir doch mal die an, mein Gott ist die alt geworden und was die für Falten im Gesicht hat. Da meint die andere: Sieh mal wie die da aussieht, unmöglich was die an hat, die hat doch überhaupt keinen Geschmack. Oder die eine, Mensch ist die dick geworden, die sollte doch mehr auf ihr Äußeres achten und ein paar Kilo abnehmen. Der arme Mann von der, der kann sich doch nicht mehr mit der blicken lassen. Leider haben sie dann angefangen zu flüstern, als sie merkten, dass ich aufmerksam zuhörte. Überhaupt kann ich nicht verstehen, warum immer, wenn ich irgendwo auftauche, plötzlich geflüstert wird, oder es wird das Thema gewechselt. Warum eigentlich, ich tue doch keinem etwas, und außerdem bin ich der verschwiegenste Mensch der Welt, und behalte alles für mich. Durch das Flüstern der Beiden habe ich natürlich nicht mehr alles verstehen können, aber ein paar Brocken habe ich doch verstanden. Da war von einem Ding die Rede, das doch nicht so groß war wie immer gesehen. Da meinte die eine, das verstehe ich nicht, die Größe kann man doch ertasten. Du hast ja Recht meinte die andere, ich habe mich schon immer über die Diskrepanz zwischen dem, was ich sah und der gefühlten Wirklichkeit gewundert. So ging das stundenlang mit den Beiden. Bei der Verabschiedung hörte ich Erika sagen: Gerlinde, du hast ja jetzt den ersten Schock gut überstanden, und nach der nächsten Operation ist der 2. Schock nicht mehr so groß. Wenn ich jetzt daran denke, dass 4 Augen noch besser sehen, nein, nein ich will daran nicht denken.

Autor / Fotos: henrymils

 

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Ausflug in die Berge (Weinberge)!

Nicht jeder Baum ist ein Apfelbaum.

Wir von den Elfern haben einen Ausflug zu einem Weingut gemacht. Auf dem Programm stand eine Wagenfahrt durch die Weinberge und eine Weinprobe im Weingut. Auf so eine Reise muss sich jeder gut vorbereiten. Da ist es wichtig, dass man die richtige Kleidung anzieht, gut gelaunt zum Treffpunkt geht, alles in allem einen guten Gesamteindruck macht. Für mich ist es unter anderem wichtig, dass ich gut frisiert bin. Deshalb gehe immer vorher zum Friseur, und da fängt mein Dilemma an. Ich habe zwar einen guten Friseur, aber jedesmal, wenn ich einen Termin habe, ist mein Friseur eine Etage höher gezogen. Mittlerweile in den achten Stock und das in einem Haus ohne Fahrstuhl. Wenn ich mich dann hoch gewuchtet habe hängt mir die Zunge am Halse raus. Normalerweise bekomme ich immer ein Bier, nur seit neuestem hat der Typ von Ehemann alles trinkbare versteckt bevor ich komme. Aber wieder zurück Ausflug. Nach unserer Ankunft wurden wir am Bahnhof mit Traktor und Wagen abgeholt, und auf ging es in die Berge. Beim ersten Halt in den Bergen sprang Ulf wie ein junger Hirsch vom Wagen und rannte zielstrebig zu einer Bank unter einem Baum und schon saß er da, mit seiner typischen Haltung des Beschützers; auch der Hinweis, “Ulf das ist kein Apfelbaum” konnte ihn nicht umstimmen. Da kam mal wieder sein Beschützerinstinkt zum Ausbruch. Denn immer wenn Ulf eine Bank oder einen Stuhl unter einem Apfelbaum sieht, ist er nicht mehr zu halten, den Apfelbaum muss er beschützen. Bis heute verstehe ich nicht, warum der liebe Gott den Ulf nicht im Paradies unter seinen Apfelbaum gesetzt hat, denn dann wären wir heute noch im Paradies. Wir haben bei der ersten Rast die ersten Weine probiert. Bei einem weiteren Halt hat uns der Weingutbesitzer die Umgebung erklärt, z.B. dass da unten der Rhein fließt, ein vorwitziger Typ hat dann zum Weingutbesitzer gesagt, “also, da unten fließt der Rhein und wann fließt hier der Wein?”. Ich hätte mich nicht getraut so etwas auszusprechen. Wir konnten dann weitere Weine probieren, und es gab ein zünftiges Frühstück in den Bergen. Bei einem weiteren Halt wurden wir auf die gepflasterten und gut ausgebauten Wege hingewiesen, das hat außer den wirtschaftlichen noch einen Grund, nämlich das die Jugend hier in den Bergen unbesorgt im Auto ihr Liebesleben ausleben kann (bei einigen Frauen habe ich hier einen strahlenden, wenn auch wehmütigen Ausdruck der Erinnerung, in den Augen gesehen). Eigentlich sehr jugendfreundlich, nur so ganz doch nicht, an eine Empfängnisverhütung wurde nicht gedacht, denn ich habe keine Kondomautomaten gesehen. Im Weingut haben wir bei einem Essen weitere gute Weine probiert. Wir sind dann gut gefüllt und gesättigt nach Hause gefahren.

Autor: henrymils

 

Der neue Longdrink!

Letztes Wochenende war ich, wie jedes Jahr, bei Damir und Geli zur Garten-Grill-Party eingeladen. Bewaffnet mit einigen Flaschen Sekt bin ich da hin. Alles war wie immer gut vorbereitet. Der Stuhl unter dem Apfelbaum für Ulf, das entparfümierte Becken für Steini war gefüllt. Die Liege für unseren Hochzeitsträumer… nein, nein die brauchen wir hier nicht in diesem Garten, hier schläft er nicht, hier ist Damir ein vorbildlicher Gastgeber. Es waren die bekannten Gesichter anwesend, unter anderen die einschlägig bekannten Weiber. Wie ich dann da so sitze, kommt Damir mit einem neuen Longdrink, diesem Täuschungsmanöver für die Damen, und die stürzten sich sofort gierig darauf; einen Schluck und weg war der Longdrink. Ich war richtig verwirrt. Mein Gedanke, „was ist denn mit den Weibern los, seit wann sind die so verrückt auf Wasser?“ Normal bin ich ja nicht neugierig, aber jetzt wollte ich wissen, was das ist, dieser neue Longdrink. Ich habe meine Nachbarin gefragt. „Warum seit ihr so scharf auf den Longdrink?“ Ach, meinte Sie, bei dem Wetter ist das sehr erfrischend. Diese Antwort war für mich plausibel, und bei näherem hinsehen war ja auch nichts Auffälliges zu sehen. Meine Nachbarin hat mir dann erklärt was im Longdrink drin ist. „Der Longdrink besteht aus Mineralwasser, Zitronensaft und einem kleinen Schuss Prosecco“, erklärte sie mir und schaut mich dabei ganz unschuldig an. „Heinrich“ habe ich zu mir gesagt, „da stimmt etwas nicht“. Aber es sah wirklich alles harmlos aus, bei näherem Betrachten sah das so aus, ein Longdrinkglas gefüllt mit Mineralwasser und durchsichtigen, eiskalten Kugeln, die sich später im Wasser auflösten, Zitronenscheiben und oben drauf ein Grünzeug, das nach Minze stinkt. Getrunken wird das Ganze mit einem Strohhalm. Der Strohalm hat noch eine weitere Funktion. Ich habe nämlich beobachtet, wie einige der Damen einen kräftigen Zug an der Zigarette nahmen, um dann den Rauch in den Longdrink zu pusten. Warum? Ich weiß es nicht, vielleicht bekommt der Longdrink dadurch so einen rauchzarten Geschmack. Jetzt wollte ich den Longdrink probieren, aber das wurde mir entschieden verwehrt. In einem günstigen Moment habe ich den Longdrink dann doch probiert. Ich habe vorsichtig einen kräftigen Schluck genommen. Oh mein Gott, mir blieb der Atem im Halse stecken, um Himmelswillen, da war ja Schnaps drin. Und jetzt kommt es: einigen der Damen war die Mischung zu schwach, deshalb marschierte eine Flasche Schnaps von Dame zu Dame und der Longdrink wurde nach Geschmack und Bedarf entsprechend verstärkt. Im Nachhinein ist mir einiges klar geworden. Na ja wir Männer trinken bei so einer Party hin und wieder mal gerne einen oder zwei Schnäpse. Normalerweise ist das bei Damir kein Problem. Nur -nachdem uns die Schnapsdrosseln den Schnaps weg gesoffen haben, blieben für uns nur noch die Reste über und wir mussten zu allem Übel und aus der Not heraus auch noch das Weibergetränk Mispelchen trinken. Wir Männer haben alles mit Humor genommen, nach dem Motto: Was uns nicht umbringt, macht uns nur stark. Betonen möchte ich noch, wir Männer sind nicht nachtragend. Nur, das passiert uns nicht mehr, im nächsten Jahr gibt es von uns Männern keinen Sekt mehr, wir bringen uns eine Kühltasche mit, voll mit eiskaltem Schnaps. Ätsch, das habt Ihr nun davon.

Autor / Fotos: henrymils

 

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Fahndungsaufruf!

De Brell kapodd un de Gurke fott.

Neulich war ich zu einer Geburtstagsfeier eingeladen. Ulf wurde 70 Jahre alt. Das Fest war in einer Gartenanlage in Frankfurt. Wie sich dann herausgestellt hat, war das sehr leichtsinnig. Warum? Mein Gott mitten in der Erntezeit eine Feier in einem Garten. Da sind doch Tür und Tor geöffnet für passionierte Mundräuber. Doch der Reihe nach. Es war ein gelungenes und schönes Fest. Alles war gerichtet: Tische und Bänke, Diskjockey, ein regengeschützter Platz für unseren Hochzeitsträumer Damir, kaltes und warmes Büfett. Das Büfett war mehr als reichlich gedeckt, also für jeden Geschmack etwas, außer einem Gurkensalat. Während der üblichen Festreden und Vorträgen stellte sich heraus, dass unser Ulf unter die Gemüsezüchter gegangen ist. Ulf nimmt sein neues Hobby sehr ernst. Sein Garten ist Tabugebiet, da lässt er keinen rein. Aus gut unterrichteten Kreisen habe ich erfahren, sein Garten soll jetzt Video überwacht sein. Er soll die nicht mehr benötigte Videoanlage von Aldi günstig gekauft haben. Die hat nur einen Nachteil, sie überwacht nur bis zu den Hüften aufwärts (siehe Foto unten). Jetzt stellt sich die Frage, was züchtet er denn da für ein Gemüse? Wahrscheinlich züchtet er als ehemaliger Boxer einen „Boxer-Antidop-Kohl“ . Boxer brauchen ja bekanntlich vitamin- und kalorienreiche Kost. Er soll sogar mit einem Freund an einem neuen Gericht arbeiten, einer seiner Knobelfreunde ist Koch. Der Name des neuen Gerichtes soll „Gemüse Knockout vitaminreich und macht stark“ heißen. Doch während der Reden habe ich beobachtet, wie sich einige Gäste klammheimlich in die umliegenden Gärten absetzten und kauend zurückkamen. Eine der Gäste, die zurückkam, hatte etwas in der Hand das aussah wie eine Gurke. Leider konnte ich nicht genau erkennen was es wirklich war. Das Objekt wurde immer so gehalten, dass ich es nicht erkennen konnte. Auf einmal stand Ulf aufgeregt auf und rannte in Richtung seines Gartens. Als er zurückkam hatte er seine Brille in der Hand und die war kaputt. Wahrscheinlich hat ihm der oder die Gurkenräuber mit der Gurke einen übergebraten und dabei ist die Brille kaputt gegangen. Aber durch das geschossene Foto der Aldivideoanlage dürfte es nicht schwer sein, die Räuber zu überführen. Aber vielleicht ist auch alles nicht so dramatisch wie es aussah. Es könnte ja sein, dass der oder die Gurkenräuber auch nur Appetit auf einen Gurkensalat hatten.

Autor / Fotos: henrymils

 

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Das Auge und die wunderbare Busenwandlung!

Wir, von den Elfern, hatten letzten Samstag Weihnachtsessen. „Heinrich“, habe ich zu mir gesagt, „da muss du hin“. Es könnte ja sein, dass es da Freibier gibt. Nur eines war nicht so ganz nach meinem Geschmack. Dieses Weihnachtsessen war in Oberrad, und vor Oberrad hat mich mein Freund Dieter immer gewarnt. „Heinrich“ hat er zu mir gesagt, „in Oberrad geschehen seltsame, unerklärliche Dinge“. Na ja, kein Wunder so nahe bei Offenbach. Mein Freund Dieter hat gewusst wovon er spricht, denn er war ja mit einer Oberräderin verheiratet. Es stimmt, da geschehen wirklich wundersame Dinge. Aber dazu später mehr. Bei so einem Essen spricht man mit seinem Tischnachbar über Gott und die Welt. Von meiner Tischnachbarin (den Namen verrate ich nicht) habe ich erfahren, dass sie vor kurzem an den Augen operiert wurde. Da war ich natürlich neugierig. Sie hat mir dann von ihren Erlebnissen nach der Operation erzählt, und das hörte sich so an:

Nach der Operation siehst du die Welt wie sie wirklich ist. Als ich nach Hause kam, bin ich erst einmal durch meine Wohnung gegangen. „Also hier wohnst du“ habe ich so zu mir gesagt. „Insgesamt nicht schlecht, aber das eine oder andere muss ich verändern.“ Ja und dann kam der Schreck. Als ich ins Wohnzimmer kam, sitzt da ein alter Mann, und der sagt zu mir: „Hallo mein Schatz, schön dass du zurück bist“. Mein Gott, das ist ja mein eigener Mann, Mensch ist der alt geworden. Es war schon sehr interessant, was Erika mir alles über ihre neuen Eindrücke erzählt hat. Aber mehr verrate ich nicht. Jeder sieht die Welt und seine Umgebung aus seinem eigenen Blickwinkel.

Mir ist vor einiger Zeit folgendes passiert. Ich war zu einem Klassentreffen eingeladen. Da bin ich natürlich hin. Nachdem ich meinen Wagen geparkt hatte, musste ich noch ein Stück zu Fuß gehen. Neben mir ging eine alte Frau. Mein Gott ist die aber alt, dachte ich so bei mir. Ob die auch zu dem Klassentreffen geht? Neugierig wie ich war, habe ich sie gefragt. Sie sagte „Ja und Sie“? Ich antwortete mit „Ja!“. „Interessant“ sagte sie, „und in welcher Klasse haben sie unterrichtet?“

Aber jetzt zu den wundersamen Dinge von Oberrad. Nach dem sehr guten Essen, beim gemütlichen Teil des Abends, plötzlich allgemeine Aufregung. Erika kommt von der Toilette und hat ihre Halskette in allen Einzelteilen in den Händen. Wie das Ganze genau passiert ist, habe ich nicht so richtig verstanden. Sollte ich hier etwas nicht so richtig wiedergeben, muss ich zu meiner Entschuldigung sagen: ich höre manches nur von hinten und da kann es sein, dass ich einiges durcheinander bringe. Es ist also folgendes passiert: Erika und Gerlinde waren zusammen auf der Toilette, was ja nichts Außergewöhnliches ist, Frauen gehen immer zu zweit auf die Toilette. Erika steht vor dem Spiegel und erneuert ihr Make-Up. Da kommt von hinten Gerlinde angestürmt, rempelt Erika an und deutet ganz aufgeregt auf ihren Bussen. „Erika, Erika, schau mal auf meinen Busen, es ist etwas Wundersames passiert, ich habe plötzlich einen Busen“. Tatsächlich, es war geschehen, es war deutlich zu sehen, bei der Bluse von Gerlinde hielt kein Knopf mehr. Ja, so oder so ähnlich muss es passiert sein, und bei dem Anrempeln hat sich die Halskette von Erika urplötzlich in ihre Einzelteile zerlegt. Wie gesagt, in Oberrad geschehen wirklich die seltsamsten und wundersamsten Dinge. Dieser, mein Bericht, ist der Beweis. Nur das mit dem Busenwunder, ich weiß es nicht, irgendetwas stimmt da nicht. Für mich hatte Gerlinde schon immer einen Busen. Oder sollte womöglich …, „Nein, nein Heinrich, nicht weiterdenken, wahrscheinlich bist du nur noch verwirrt von den wundersamen Dingen von Oberrad.

Autor / Fotos: henrymils

 

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Der Frauenflüsterer !

Herrengedeck à la Sachsenhausen.


Das Goetheturmfest gehört schon seit langer Zeit zu den besonderen Festen in Sachsenhausen. Es ist ja auch ein schönes Fest, wenn es nicht gerade in Strömen regnet. Doch in diesem Jahr hatten wir herrliches Wetter “mit viel Sonnenschein”. Die Vereine hatten ihre Stände aufgebaut, unter anderen auch “Die Elfer”. Es gab, wie immer am Stand der Elfer, Riefkoche (in Hochdeutsch: „Reibekuchen“), Damir hat sie gebacken, und fleißige Helfer haben sie verkauft. In diesem Jahr hatten wir bei den Helfern Verstärkung von der Garde. Es waren alle da, die Rang und Namen hatten. An unserem Tisch der Elfer saßen einige Vereinsmitglieder, tranken etwas und warteten auf ihren Einsatz. Eigentlich war es wie immer, nur in diesem Jahr war alles etwas anders. Ich kann es mir nicht erklären. Es lag eine besondere Atmosphäre über dem Fest. In der Bundesliga ging es um Sein oder Nichtsein, leider hat der Verein Eintracht Attila oder so, ins Gras beißen müssen. Böse Zungen behaupten jetzt, die Eintracht spielt nächstes Jahr im Volksbank Stadion, und da die Eintracht normalerweise in einer Arena kickt, soll das Volksbank Stadion in Volksbank Arena umgetauft werden. Es gibt da nur noch ein Problem, in das Stadion passen zu wenig Zuschauer rein. Einen Lösung dieses Problems soll auch gefunden worden sein. In der Halbzeit werden die Zuschauer ausgetauscht und schon stimmt die Zuschauerzahl wieder. Ich finde das geht zu weit, und wer hat nur dieses Gerücht aufgebracht? Wie gesagt, dieses Jahr war alles etwas anders. Mir ist da etwas besonders aufgefallen, am Tisch der Elfer wurde ein neues Getränk kreiert. Ja, das muss ich Euch erklären. Also auf dem Tisch stand ein Sektkübel mit einer Flasche Mumm Sekt drin, Jo, Olaf, Ulf, Brigitte und die anderen schwenkten ihre Bierkrüge über dem Sektkübel und tranken erst dann ihr Bier. Ein Lästermaul, der dies sah, rief urplötzlich aus:“Ah, ein neues Getränk ist geboren, ein Herrengedeck à la Sachsenhausen!” Jeder der etwas Älteren, der einmal zu Urzeiten in so einem Telekomunikations-Schuppen war, auf einem Ball der einsamen Weiber, kennt ein Herrengedeck (1 Flasche Bier und 1 Piccolo). Doch das neue Getränk, das an unserem Tisch auf dem Goetheturmfest getrunken wurde, hatte eine so starke Wirkung, dass einige davon rote Augen bekamen, und sich Sonnenbrillen aufsetzen mussten. Den Jo hat es ganz fürchterlich erwischt, der hatte nicht nur rote Augen, dem standen auch die Haare zu Berge, so dass er sich eine Mütze anziehen musste. Die Mutter der Tääsch hat es noch schlimmer erwischt, sie tanzte plötzlich im Stand der Elfer und war kaum zu beruhigen. Jetzt frage ich mich, “was ist da passiert, wie konnte dies geschehen?“ Für mich gibt es nur eine Erklärung, da waren Geister am Werk. Doch es war Mittag und normalerweise beginnt die Geisterstunde um 24:00 Uhr. Es kann aber ja sein, dass auf der Sonne schwere Eruptionen stattgefunden haben, die dann per Sonnenwind nach Sachsenhausen geschleudert wurden. Dadurch waren die Geister an diesem Tag verwirrt, anders lässt sich doch die besondere Wirkung des Herrengedecks à la Sachsenhausen nicht erklären. Mein Gott hatte dieses Gesöff eine starke Wirkung, die waren ja alle außer Rand und Band, und wie löse ich das Problem mit dem tanzenden Mädchen? Gar nicht auszudenken, was da noch hätte passieren können. Denn man darf nicht vergessen “Sie ist ein Weib, weiß der Teufel, was die noch vor hat”. Todesmutig und ganz vorsichtig habe ich mich ihr genähert und dabei ganz beruhigend auf sie eingeredet. Sie wurde zusehend ruhiger und war wieder ansprechbar. Zur Belohnung habe ich sie zu einem Mispelchen eingeladen, mit einem wunderbaren Lächeln hat sie mir gedankt. Mein Gott, ich habe gar nicht gewusst, dass ich auch ein Frauenflüsterer bin.

Autor: henrymils

 

Freibier, Rippche, Dippemess


Kürzlich ruft mich meine große Vorsitzende von den Elfern an und sagte zu mir: “Heinrich, wir gehen zur Eröffnung der Dippemess, wir treffen uns um 19:00 Uhr vor dem Festzelt und du kommst mit”. Peng, das saß! Also bin ich an besagtem Tag los zur Dippemess. Das Festzelt war gut geschmückt, die Plätze reserviert. Jeder bekam eine Karte mit warmen Worten, 2 Freibier und 1 Essen. Dann ging die Suche los nach dem Platz. Mein Gott, wo ist denn unser Platz? Ich hatte Durst, 2 Freibier auf der Karte und keinen Platz zum trinken. Endlich, nach dreimaligem Versuch war der Platz gefunden. Ja, dann ging es los; die Kapelle spielte, 2 grandiose Hobbydirigenten dirigierten theatralisch zum Vergnügen aller. Wir bekamen unser Freibier, zum Essen gab es Rippchen mit Kraut. Dann wurden wir alle von der Bühne begrüßt und ein Politiker war erkoren, das von der Binding Brauerei gestiftete Bierfass „anzustechen“. Als Webmaster von den Elfern habe ich alles fotografiert, das hatte natürlich den Vorteil, dass ich nach dem Fassanstich ziemlich nahe am Bierfass war. Ein freundlicher junger Mann drückte mir einen Bierkrug mit Inhalt in die Hand, jetzt war ich im Besitz eines Frei-Freibieres. Der Unterschied zwischen einem Freibier und einem Frei-Freibier ist der, dass Glas eines Freibieres ist wesentlich kleiner, aber dafür voller Bier, dagegen ist das Glas eines Frei-Freibieres viel größer (1 Maßkrug), nur der Inhalt besteht zum größten Teil aus Schaum mit etwas Bier. Mit meinem Frei-Freibier bin ich zurück zum Tisch und das Gelächter über meine Errungenschaft war groß. Noch bevor ich mein Bier richtig genießen konnte, wurde ich von 5 Frauen entführt. Meine große Vorsitzende sagte zu mir: “Heinrich wir machen einen Bummel über den Festplatz, kommst Du mit?” Ich hörte mich „ja“ sagen und schon war ich umzingelt von diesen 5 Weibern. Wie die mit mir und dem Bierkrug an der Security vorbei aus dem Zelt gekommen sind? Ich weiß es nicht. Damit ich die Orientierung verliere, haben die mich auf ein Kettenkarussell verfrachtet und richtig durchgedreht. Die 5 haben mich dann durch verschieden Absperrungen und der Wagenburg der Aussteller in Richtung eines Gartengeländes verschleppt. Ich denke, das war, so grob, in Richtung Riederwald. Als ich wieder zu mir kam, war ich in einer Gartenlaube mit Wirtschaft. Oh Gott, war das herrlich dort. Mensch, die haben Preise, ich bin mir vorgekommen wie im Märchenwald. Die günstigen Preise darf ich nicht verraten, denn ich habe dem Horst versprochen, niemanden zu sagen, dass der Ramazotti nur 1 EURO kostet. Bei diesen günstigen Preisen verspürte ich natürlich keine Lust, so schnell nach Hause zu gehen. Irgendwann später bin ich dann nach Hause und denke gerne an meine Entführung in den “Märchenwald” zurück.

Autor: henrymils

 

Geburtstag in der Schielestraße 30.

Mit heißen Socken!

Sie bekommen eine Einladung zu einer Geburtstagsfeier, und jetzt suchen Sie mal die Schielestraße 30. Im Sommer habe ich von Geli eine Einladung zu Ihrer Geburtstagsfeier bekommen. Natürlich habe ich mich darüber gefreut. Um es vorweg zu sagen, es war eine sehr schöne Geburtstagsfeier. Gewundert hat mich nur der frühe Zeitpunkt der Einladung. Jetzt weiß ich, warum die Einladung so früh kam, damit jeder genügend Zeit hatte, um den Ort der Festlichkeit zu finden. Also das war so: am Tag der Einladung habe ich in mein persönliches Navi die Schielestr. 30 eingegeben. Am Anfang war alles in Ordnung, aber beim einbiegen in die Schielestr. ging es los. Die Stimme in meinem persönlichen Navi sprach, “jetzt gehen Sie gerade aus und nach hundert Meter sind am Ziel“ Nach den hundert Metern sagte mir die Stimme: “Ziel erreicht”. Ich habe mich umgesehen, ah da ist ein Licht, dort muss es sein, nichts wie hinein, aber es war falsch, es war die Drogenberatung. Na ja, Alkohol soll ja auch eine Droge sein, aber die waren für diese Droge nicht zuständig. Die Suche ging weiter, Straße rauf, Straße runter, alles blieb dunkel, kein Licht am Ende der Straße. Da, ich hörte menschliche Stimmen. Danke Gott, es waren Insider, die haben mich dann zum Ort der Festlichkeit geführt. Beim betreten des festlichen Raumes waren schon viele Gäste da, und das hat mich gewundert. Entweder waren das Insider, oder die sind schon mittags losgezogen, um pünktlich vor Ort zu sein. Wie sollte es auch anders sein? Die “Damen” vom Mumm-Club waren auch schon da! Nachdem ich mir ein Bierchen gegönnt hatte, habe ich ein paar Fotos geschossen, und dabei ist mir laufend der Jo über den Weg gelaufen. “Mensch, Junge was hetzt Du denn so?”, habe ich ihn gefragt; seine Antwort, “ich bin heute zum persönlichen Mumm-Butler der “Damen” vom Mumm-Club vergattert worden”. Natürlich wollte ich von den Mumm-Club “Damen” wissen, warum die den armen Jo vergattert haben. “Ach, der Jo macht das gerne, und außerdem haben wir keinen anderen gefunden”, haben Sie mir erklärt. Obwohl der Jo ja mittlerweile ein geübter Wanderer ist, waren später seine Socken ganz schön am qualmen, die waren richtig heiß gelaufen. Plötzlich wehte ein kalter Hauch durch den festlichen Raum, nein die Heizung war nicht ausgefallen, die Tür war auf und die „Fechemer Dutte“ spazierten mit Musik in den festlichen Raum und brachten dem Geburtstagskind ein zünftiges Ständchen. Im Laufe der Feier habe ich vieles beobachtet, fotografiert und notiert; nur alles darf ich nicht schreiben, was ich notiert habe. Die Geburtstagsfeier, das war ein gelungenes Fest, keiner musste hungern und frieren, verdurstet ist auch keiner, dank der fleißigen Damen hinter der Theke. Liebe Angelika danke für die Einladung! Ich denke, wir alle haben das Fest genossen und werden es in guter Erinnerung behalten.

Autor / Fotos: henrymils

 

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Ordensfest.

Gemurmel der Knobelbande!

Diese Woche war ich mal wieder im Fenstergucker in Sachsenhausen. Dort knobeln die Altaktiven von den “Elfern”, und das schon seit 40 Jahren. Da sitzen Sie da, die 5 und knobeln, reden über Gott und die Welt, lästern über dies und das, und es wird viel gelacht. Nur gestern, als ich kam, saßen Sie da, die Köpfe zusammengesteckt und flüsterten. Als sie mich sahen war urplötzlich Ruhe. Sollte ich das nicht hören, was da getuschelt wurde? Das war schon sehr verdächtig. Ich habe mir nichts anmerken lassen, aber aus gut unterrichteten Kreisen habe ich erfahren, es ging um das diesjährige Ordensfest. Wenn ich das richtig verstanden habe, wollen die auch einen Orden überreicht bekommen. Denn schließlich haben sie sich ja jahrelang als Aktive bei den Elfern eingesetzt. Wie ich weiter erfahren habe, wären sie bereit, beim nächsten Fest beim Abbau zu helfen; allerdings, auf Grund des hohen Alters, könnte jeder nur einen Stuhl von der Bühne tragen, und dafür wollen sie natürlich einige Freibier bekommen. Die 5 haben mitbekommen, dass ich trotz ihres geheimnisvollen Flüsterns informiert war über den Inhalt ihres Getuschels. Daraufhin wollten sie mich mit einigen Bieren bestechen, damit ich nichts über ihr Getuschel schreibe. Das Bier hat mir gut geschmeckt, aber ich habe nichts versprochen. Jetzt stelle ich Euch die Knacker einmal vor: da ist einmal Hans Freibier, dann kommt Richard Chikago, dann hätten wir da Horst Glückspilz, daneben sitzt Ulf Starke Figur, dann hätten wir da noch Jo Dichter und als Gast Steini Elektro sowie den gelegentlich anwesenden stillen und diskreten Beobachter Heinrich Paparazzi. Alles in allem eine geballte Kraft mit langjähriger Erfahrung. Vor allem die geballte Kraft der 5 ist gefürchtet. Weil sie schon mehrere Tische im Fenstergucker zerstört haben, bedingt durch den geballten Kraftaufschlages des Knobelbechers, hat der Wirt vom Fenstergucker für die 5 einen Tisch mit einer 10 cm dicken Tischplatte anfertigen lassen. Jetzt wird es einige Zeit brauchen, bis die 5 den zerstört haben.

Autor: henrymils

 

Der Handschlag im Römer!

Sowie ein paar mit Bier bespritzte Stiefel.

Ward Ihr schon einmal im Frankfurter Römer und habt nichts bezahlt? Doch, doch, das gibt es, mir ist das passiert. Auf der letzten Mitgliederversammlung der “Elfer” sagte unsere große Vorsitzende: “Ich habe hier 2 Karten zu einer Einladung im Römer von unserer OB, wer möchte da hin?”. Mein erster Gedanke war, Heinrich, was sollst du da? Unsere OB wird ein paar warme Worte an uns richten, danach gibt es ein paar Brezeln, und das war es. Aber meine innere Stimme sagte mir: “Heinrich da gehst du hin”. Ja, und das war richtig so. Der Anfang war so, wie ich gedacht habe; unsere Petra hat das was Sie am besten kann, viel geredet. Ich war schon beeindruckt von dem, was sie da gesagt hat. Überrascht hat mich die persönliche Begrüßung durch unsere OB mit Handschlag, und das hat sie bei jedem so gemacht. Ganz schnell habe ich geschnallt, da gibt es etwas gutes zu Essen. Für die Insider, es gab auch Freibier. Auf verschiedenen Ebenen war je ein kaltes und warmes Büfett mit vielen Köstlichkeiten angerichtet. Sofort habe ich hochgerechnet, wie oft war ich im Römer, und was habe ich da bezahlen müssen? Aber um das alles abzuessen, dazu reichte mein Hunger nicht. Denn es ist ja allgemein bekannt, dass ich kein “guter Esser” bin. Trotzdem, ich habe es versucht; nach dem vierten Gang habe ich aufgehört zu zählen. Bei der ganzen Esserei habe ich die anderen der Elfer-Leute verloren. Mein Gott, war das eine Sucherei, treppauf, treppab, von Saal zu Saal, aber ich habe sie gefunden. Das gute an der Sucherei war: ich habe wieder Appetit bekommen. Auf dieser Suche bin ich vielen Menschen begegnet, Männern, dicke, dünne, lange, mit und ohne Bauch, Männer eben; und es waren schöne und sehr schöne Frauen dort. Die Tollitäten und Hoheiten der Stadt waren in großer Anzahl vertreten. Bei meiner Suche habe ich festgestellt, der Römer ist ein sehr schönes Rathaus. Leider hatte ich meine Kamera nicht dabei. Denn unsere Sitzungspräsidentin der Elfer hat es fertig gebracht, dass der Bedienung das Bierglas vom Tablett gefallen ist. Wie konnte das passieren? Ich habe da so einen Verdacht! Den ganzen Abend schwirrten 2 hübsche, junge Oberkellner durch den Raum. Die Kellnerin kommt mit dem Bier, einer jener jungen Männer war in der Nähe, Damir nicht. Klirr, klirr das Glas mit Inhalt fiel zu Boden, die Stiefel von Geli waren bespritzt. Na ja, welche Frau erlebt das schon, dass ein junger Mann auf den Knien liegend einem die Stiefel putzt. Schade das ganze hätte ich gerne fotograviert. Die Mitglieder der Rathausfraktionen aller Parteien waren auch vertreten. Na ja, wenn es was umsonst gibt ...! Der Vorsitzende der CDU Rathausfraktion hat sich im Laufe des Abends bei jedem vorgestellt und mit Handschlag begrüßt. Ich habe nach dem Handschlag sofort geguckt, ob meine Hand nicht schwarz war. Wenn jetzt noch einer von der FDP gekommen wäre, dann wären die Bundesfarben Schwarz, Rot, Gold auf meiner Hand vereint gewesen. Abschließend kann ich sagen, es war ein sehr schöner Abend, zumal der Verein aus Bornheim, Eintracht Attila oder so, in unserem Stadion gewonnen hat. “Voll” und zufrieden bin ich dann zurück in mein geliebtes Sachsenhausen gefahren.

Autor: henrymils

 

Zigaretten drehen ist Schwerstarbeit!

Mispelchen trinken dagegen, nein!

Jedes Jahr findet das Schweizer Straßenfest statt, und der Sachsenhäuser Vereinsring hat dort einen Stand, an dem auch mein Verein, die Elfer mit beteiligt sind. Also habe ich mich in Gang gesetzt, um dort am Stand des Vereinsringes ein Bier zu trinken und um eventuell ein paar harmlose Fotos zu schiessen. Dort angekommen, saßen wie immer die einschlägig bekannten Damen vom Vorstand der Elfer zusammen. Das Frauchen von der Täsch war auch dabei. Die Täsch selbst war nicht da. Warum und wieso, darüber will ich nicht spekulieren. Nur man munkelt, Sie sei auf Entzug. Statt der Täsch hatte das Frauchen eine kleine, schmale Tasche, dabei und die hatte sie umhängen, damit nichts passieren kann. Das war auch sehr vernünftig, denn ich kann mir nicht vorstellen, dass diese kleine, schmale Tasche viel verträgt. Was mich gewundert hat, die einschlägig bekannten Damen haben Bier getrunken, normalerweise trinken die Sekt. Ob das mit der Wirtschaftskrise zu tun hat? Man kann schon sagen, diese “Krise” hat ihre Spuren hinterlassen. Insbesondere habe ich das an den Rauchgewohnheiten ausgemacht. Der “ärmere” Teil der Damen dreht sich mühevoll seine Zigaretten. Mein Gott, wenn Du das siehst, das ist Schwerstarbeit; also das geht so, Papier in Stellung bringen, Tabak auf das Papier schütten, Papier mit dem Tabak zu einem Rohr drehen, Papier bespucken, und fertig ist die Selbstgedrehte. Da hat es der “reichere” Teil der Damen doch einfacher, die rauchen Stangenzigaretten. Wie immer wurde über Gott und die Welt geredet und weiter Bier getrunken. Doch plötzlich bestellt eine der Damen eine Runde Mispelchen, die glücklichen und verklärten Blicke der Damen hättet ihr sehen müssen. Das liegt daran, ein Mispelchen ist ein Glas mit Calvados, und in dem Calvados schwimmt eine Mispelfrucht. Die Mispelfrucht wird mit einem Zahnstocher aus dem Calvados gefischt und dann genussvoll zum Mund geführt, und dann mit verklärtem Gesichtsausdruck genüsslich ausgesaugt und dann verzehrt. Was die Frauen beim Aussaugen fühlen oder denken, ich weiß es nicht, aber es macht sie glücklich.

Autor / Fotos: henrymils

 

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“Hot Dog”

Es geschah auf dem Stand der Elfer beim Turnfest am Mainufer. Ein Hund kommt zu Besuch und schließt Freundschaft mit Erika. Erika findet der Hund hat Hunger und braucht eine Wurst. An dem Tag herrschte ein Wetter, bei dem man unmöglich dem Hund eine kalte, ungegrillte Wurst geben konnte. Es wurde eine heiße Wurst bestellt; und jetzt hatte Erika ein Problem. Wie soll der Hund die ganze Wurst fressen? Erika hat das Problem grandios gelöst. Die Wurst wurde klein geschnitten, von Erika persönlich kalt geblasen und vorgekaut und dann dem Hund zu fressen gegeben.

Autor / Fotos: henrymils

 

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Die Täsch hät Doosch!

(Eine Tasche hat Durst.)

Dass Männer gerne einen trinken ist normal. Dass Frauen auch gerne einen trinken, daran haben wir uns gewöhnt; aber Damenhandtaschen?

Es geschah auf dem Stand der Elfer beim Turnfest am Main. Wir sitzen in gemütlicher Runde am Tisch. Die einen trinken Bier die anderen trinken Sekt. Es gesellt sich eine Frau zu uns, setzt sich hin, stellt ihre Handtasche neben sich und öffnet diese: was dem normalen Besucher schon ungewöhnlich erscheint. Aber die Frauen und ihre Handtaschen sind ein Thema für sich. Der Inhalt einer Damenhandtasche ist so geheimnisvoll wie die Frau selbst. Wussten sie, dass eine Frau in ihrem Leben 225 Tage in ihrer Handtasche kramt? Die Frau bestellt 2 Gläser Sekt. “Mein Gott hat die einen Durst”, denke ich noch und dann geschah es, wie von Geisterhand gesteuert fiel das eine Glas um, und schwupp verschwand der Inhalt in der Handtasche. Die Frau bestellte ungerührt ein neues Glas Sekt, und wieder, wie von Geisterhand gesteuert, kippte das Glas um und der Inhalt verschwand wieder in der Tasche. Die Handtasche wurde geschlossen, und es gab auch keinen Sekt mehr für die Tasche. Na ja, das kann ich schon verstehen, wenn die “Täsch” noch mehr getrunken hätte, vielleicht hätte sie in ihrem Rausch das Geheimnis ihres Inhaltes verraten.

Autor / Foto: henrymils

 

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Ich wollte doch nur ein einfaches Mitglied werden!

Seit letztem Jahr bin ich Mitglied im Verein. Montags, nach dem Knobeln, sprach mich die große Vorsitzende an. Mit einem völlig unverfänglich harmlos klingenden Satz: “Du weißt, diese Woche haben wir vom Verein Jahreshauptversammlung, und da macht es sich immer gut, wenn möglichst viele Mitglieder anwesend sind”. ”Ich rechne mit dir”. Also bin ich hin, es wurde geredet, geredet, geredet, mein Name wurde genannt, ich hörte mich “ja” sagen, und schon war ich in Amt und Würden. Einige Wochen später kam wieder dieser völlig unverfänglich harmlos klingender Satz: “Du weißt, diese Woche haben wir vom Verein einen Stand beim Turnfest am Main und da macht es sich immer gut wenn möglichst viel Mitglieder anwesend sind”. “Ich rechne mit dir”. Also bin ich hin, bin zur Textorstr. gelaufen in die 14 gestiegen, umgestiegen in die 11, ausgestiegen, über den Römerberg zum Main gekraxelt. Es wurde geredet, geredet, geredet, mir wurde auf die Schulter geklopft, und ich habe mich als Webmaster in die Arbeit gestürzt. Alle guten Dinge sind drei, es kam wie es kommen musste, wieder hörte ich diesen, völlig unverfänglich harmlos klingenden Satz: “Du weißt, diese Woche haben wir vom Verein Vorstandssitzung, und da macht es sich bestimmt gut, wenn du deine Arbeit vorstellen würdest”. “Ich rechne mit dir”. Es wurde geredet, geredet, geredet, ich habe meine Arbeit vorgestellt und dann geschah es. Also, die Yvonne heiratet und zieht weg. Dann kann die nicht mehr, was die jetzt macht. Dann macht die, was die jetzt macht, aber dann kann die nicht mehr das, was die jetzt macht. Dann macht doch die mit dem das, was die jetzt macht. Und wieder werde ich mich in die Arbeit stürzen. Mein Fazit, “Jetzt han ich de Rähn” (was das heißt, verrate ich nicht).

Dabei wollte ich doch nur ein einfaches Mitglied werden!

Autor / Fotos: henrymils

 

Der Apfelbaum.

Jeder Sachsenhäuser, der etwas auf sich hält, hat einen Garten. In jedem Garten einer Sachsenhäuser Familie steht im Zentrum des Gartens ein Apfelbaum. Ein Apfelbaum hat traditionell eine lange Geschichte bis hin ins Paradies. Auf das Paradies komme ich später zurück. Nur ein Sachsenhäuser weiß um die Bedeutung der Frucht, die Apfel genannt wird. Aus dieser Frucht wird das Stöffche hergestellt, das einem einen Rausch bescheren kann. Wenn jetzt in diesem Garten ein größeres Gartenfest stattfindet, ergeben sich zwangsläufig das eine oder andere Problem. Es fängt schon auf dem Parkplatz an, da gibt es Gäste, die parken ihr Auto so geschickt, dass mit einem Schlag drei Parkplätze belegt sind. Aber das grösste Problem ist: Wie schütze ich meinen Apfelbaum? Denn bei so einem Gartenfest treffen Menschen unterschiedlicher Kulturkreise aufeinander. Da kommen Ausländer, Frankfurter, Offenbacher, Oberräter, Sachsenhäuser und Rheinländer zusammen. Und nur der Sachsenhäuser bringt dem Apfelbaum den nötigen Respekt entgegen. Meine Gastgeber haben das Problem, “Wie schütze ich meinen Apfelbaum” sehr gut gelöst. Sie haben einen Mann zum Schutze des Apfelbaumes ausgewählt, der auf Grund seiner Silhouette ein gewichtiges Mannsbild darstellt. Drer selbst bei Regen, Sturm oder Schnee seinen Posten nicht verlässt und den Apfelbaum auf Grund seiner gewichtigen Persönlichkeit gegen jeden beschützt. Der Beschützer hat seine Aufgabe voll und ganz erfüllt und jetzt behaupte ich, hätte der liebe Gott den Ulf im Paradies unter seine Apfelbaum gesetzt, wären wir heute noch im Paradies.

Autor / Fotos: henrymils

 

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Der Regenkavalier.

Ein Mann allein, einsam und es regnete....

Neulich war ich bei Damir und Angelika auf der Gartenparty. Als ich ankam waren schon einige Gäste da, unter anderen auch Steini. Da ich ihn kannte, habe ich mich zu ihm gesetzt, und da habe ich erfahren, dass er seit drei Wochen Strohwitwer ist, und er machte einen verzweifelten Eindruck auf mich. Bis dahin war ja alles normal. Aber dann kamen die Frauen, im Anhang ihre Männer. Oh je, “wo bin ich denn hier”? habe ich so bei mir gedacht. Bei Steini war plötzlich von Verzweiflung nichts mehr zu spüren. Er strahlte beim Anblick der Frauen und die Frauen hätte ihr sehen müssen, eine strahlte mehr als die andere. Neben Steini war ich ein Fremdkörper, und mir wurden Blicke zu geworfen...., Männer, wir kennen alle diesen durchdringenden Blick der Frauen, der uns nichts Gutes avisiert. Mein Gedanke war “Heinrich bringe dich in Sicherheit und überlass das Feld den Frauen”. Etwas neidisch war ich schon, der Typ zieht ja die Frauen an, wie das Licht die Motte; Casanova dagegen wäre sich wie ein Lehrling vorgekommen. Aber bei längerem betrachten der Szene schlug mein Neid in Mitleid um. Der “arme Stein” hatte ab sofort keine Ruhe mehr, Küsschen hier, Küsschen da, streichel hier, streichel da. Die Frauen haben mit allen Tricks gearbeitet, und ihr wisst ja, die Tricks und die List der Frauen sind nicht zu überbieten. Das ging sogar so weit, dass er die Frauen massieren musste. Also der “Arme” hatte Stress pur. Aber die Stunde der Rückkehr seiner Frau rückte immer und näher, und ich spürte wieder seine Verzweiflung. Ich weiss ja nicht, was Gerlinde zu ihm gesagt hat. Aber Fakt ist, er kniete plötzlich im strömenden Regen vor ihr, was er ihr versprochen hat, konnte ich nicht verstehen. Ich nehme aber an, er hat ihr geschworen, dass er nur seine Frau liebt. Nur jetzt hatte er ein Problem, wie bekomme ich die fremden, verräterischen Gerüche an meinem Körper wieder los. Denn der Moment, an dem seine Frau zurück kam, war nicht mehr weit. Aber Steini wäre nicht Steini, er löste das Problem mit einem Sprung in den Swimmingpool und alle fremden, verräterischen Gerüche waren dahin, und er konnte endlich seine geliebte Frau in die Arme nehmen. Eigentlich stimmt das ja nicht so ganz, was ich hier schreibe, oder doch, oder nicht, ich weiss es nicht mehr. Aber letztendlich müssen wir Männer zusammen halten. Das Ganze könnte ich natürlich noch mit Fotos untermauern, aber meine Erziehung und meine Diskretion gestatten mir das nicht.

Autor / Fotos: henrymils

 

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Hoffest bei Helga und Bruno.

Die Weiber vom Hof!

Am 12. August dieses Jahr war wieder unser Hoffest bei Helga und Bruno. Natürlich bin ich da gerne hin, obwohl das Ganze für mich Arbeit war. Das heißt, Fotos machen, Aufpassen dass mir nichts entgeht, kaltes Bier trinken, 1 oder 2 Schnäpse trinken, ganz schön anstrengend. Aber ich will nicht jammern sondern das aufschreiben was ich da erlebt habe. Der Hof von Helga und Bruno war wie immer bestens für das Fest vorbereitet. Rechts und links, die Wände mit Blumen geschmückt. Die heiligen, historischen Tische und Bänke vom Deutsch Orden standen in Reih und Glied. Vorne an den ersten beiden Tischen saßen 6 Jungs von der Skatvereinigung: Gartenkolonie 18, 20, Hau drauf. So lange die Skat gespielt haben, waren die ja mit sich beschäftigt. Später war das ja anders, nur da komme ich noch drauf zurück. Ich habe den Jungs zugehört, und das hörte sich so an, “Du Simbel, hättest du nicht die Karte ausgespielt, dann hätte ich die ausgespielt und dann hätte der verloren”. Antwort: “Ich weiß gar nicht was du willst, ich habe schon mit besseren Karten Spiele verloren. Und der Sieger sagt: “Ja Jungs so spielt man mit Studenten”. Eigentlich dauert so ein Spiel höchstens 5 Minuten aber inclusive Nachkarten mindestens 15 Minuten. Aber plötzlich ist Ruhe, und mit einem kräftigen Schluck aus der Pulle, beginnt das Ganze von vorne. Nach dem Skat spielen wird ein Tisch frei und dann sitzen die da und fangen an zu lästern, jeder der vorbei kommt, kriegt sein Fett weg. Was ich da alles gehört habe, darf ich hier nicht schreiben. Aber am letzten Tisch, vor dem Abgrund in Bruno`s Katakomben, da saßen die Weiber vom Hof. Vorne an der Ecke, die Tagesbuchhaltung, daneben unser Nummerngirl, wenn ich ja nicht wüsste, das beide anders orientiert wären, könnte man glauben, da sitzt das ideale Traumpaar. Mein Gott, was können die zwei gut lästern. Weiter am Tisch waren da noch die große Vorsitzende, die Frau die alles niederschreibt, die Frau von den Finanzen, die Frau von der Presseabteilung, die Tochter von der Tagesbuchhaltung und das Frauchen von der Täsch. Die Täsch habe ich nicht gesehen, aber ich habe gehört, die soll auf Entziehung sein. Also nur Weiber an diesem Tisch. Jeder mußte an diesem Tisch vorbei, egal ob du dir was zu trinken oder zu essen geholt hast. Wenn du am Tisch vorbei wars, dann wurden die Köpfe zusammengesteckt, und dann ging es los tuschel, tuschel, zisch, zisch, zisch. Aber am schlimmsten war es, wenn du hinab steigen musstest in Bruno`s Unterwelt, weil dich die Blase zwickte. Dann wieder dieses tuschel, tuschel, zisch, zisch, zisch und dann das Handzeichen, Daumen unten, Zeigefinger leicht erhöht darüber, wobei du nicht wußtest, meinen die jetzt den Durchmesser oder die Länge. Gott sei Dank, mußten die ja auch mal in Bruno`s Unterwelt, was ja auch verständlich war nach dem gewaltigen Sekt Konsum. Normalerweise gehen die Frauen ja nur im Rudel auf das stille Örtchen, aber die sind an diesem Tag nur alleine aufs stille Örtchen. Denn sie hätten ja sonst etwas versäumen können, oder was noch schlimmer für sie war, dieses tuschel, tuschel, zisch, zisch, zisch, über sie, wenn sie weg waren. Deshalb hat jede den Gang auf das stille Örtchen so lange hinausgezögert, wie es nur ging, und das wissen wir ja, nach einer gewissen Zeit kannst du nicht mehr ruhig sitzen bleiben und das war natürlich bei denen nicht anders. Da war zeitweise eine Bewegung am Tisch, das man glauben konnte, die schunkeln, ein Kölner hätte gesagt, “Guck mal, die spinnen ja die Weiber, die tanze Stippeföttsche seitwärts”. Aber wenn sie sich dann einmal wagemutig hinab gewagt haben über die steile Treppe in Bruno`s Unterwelt. Danach schwebten sie mit einem glücklichen verklärten Lächeln im Gesicht, sichtlich erleichtert aus Bruno`s Unterwelt empor, und dann ging es weiter mit dem tuschel, tuschel, zisch, zisch, zisch. Über das Hoffest kann ich ansonsten nur Gutes berichten, es war ein gelungenes Fest, wir hatten viel Spaß, haben die Getränke in vollen Zügen genossen, und haben sehr gut gegessen. Helga und Bruno gilt unser besonderer Dank und wir können sagen, wir haben uns sehr wohl gefühlt bei Euch liebe Helga lieber Bruno, Danke für alles.

Autor / Fotos: henrymils

 

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Der Ordensträger.

“Hurra, Alaaf, Helau,” ich bin Ordensträger. Mein Gott es ist wahr, das erste Mal in meinem Leben habe ich einen Orden bekommen, und das am Freitag, den 13.; wenn das kein Glück bedeutet. Na ja, nicht für alle ist Freitag der 13. ein Glückstag. So eine Ordensverleihung ist eine aufregende Sache, vor allem beim ersten Mal. Das erste Mal vergisst du dein Leben lang nicht. Ich erinnere mich noch genau, als ich meine Burschenschaft verloren habe. Es war an einem schönen Abend am Rhein auf einer Bank. Ich war schon lange bereit, das Mädchen endlich auch, aber flutsch, schon war es zunächst vorbei, bevor es richtig los ging. Beim zweiten Versuch war es dann um meine Burschenschaft geschehen. Mit der Zeit bekommst du deine Hormone in den Griff, und seitdem ich die im Griff habe, kann ich zu jeder Frau sagen, “Schatz komm wann Du kannst, ich kann immer wenn Du kommst”. Also der Tag des Ordensfestes war da. Jetzt galt es Vorkehrungen für den Abend zu treffen. Was ist alles zu bedenken? Was ist da für den Abend vorzubereiten? Na ja, als erstes ist an die Körperhygiene zu denken. Also habe ich ein ausgiebiges Bad genommen, hierbei habe ich überlegt, ob ich etwas Parfüm ins Badewasser machen sollte. Das habe ich verworfen, denn ein Kölner benutzt nur Kölnisch Wasser. Weiter habe ich überlegt, wie bekomme ich meine Hormone in den Griff; denn das ist ja nicht so einfach, wenn dir eine fremde Frau, beim anstecken des Ordens, an deiner Brust rumfummelt. Also habe ich mir an dieser empfindlichen Stelle ein Pflaster hingeklebt, damit nichts passiert. Weiter habe ich überlegt, wer wird die Glückliche sein, die den Orden an meine Brust stecken darf? Muss ich die auch küssen? Aber es kam alles anders, die große Vorsitzende hat mir den Orden nicht an meine Brust geheftet, sondern an den Kragen meines Hemdes und dann hat sie mich geküsst. Ich habe es überlebt. Mein Gott war das alles aufregend, aber es steht fest, jetzt bin ich Ordensträger.

Autor: henrymils

 

Die Brautstraußfängerin

und die türkis farbigen Blusen nebst Inhalt.

Blumen sind etwas herrliches, besonders wenn sie zu einem Strauß gebunden werden. Ein Brautstrauß ist für die Braut etwas, das sie sehr erfreut. Wir Männer lassen uns da nicht lumpen und versuchen für unseren Schatz den schönsten Brautstrauss der Welt binden zu lassen. So ein Brautstrauß hat auch einen gewissen Zauber, ein Zauber der in Erfüllung geht, besonders für die Brautstraußfängerin. Der Zauber besagt, dass die Fängerin als nächste heiratet. Bekanntlich hat ja die Dagmar den Brautstrauß von Yvonne gefangen. So weit so gut. Dagmar war auch auf unserem Ordensfest. Als sie kam war sie zunächst ganz normal, bis sie sich zu den türkis farbigen Blusen setzte. Zu den türkis farbigen Blusen ist zu sagen, dass in den türkis farbigen Blusen zwei Frauen steckten, die wie das doppelte Lottchen aussahen. Beide trugen die gleiche türkis farbige Bluse, darunter ein grünes T-Shirt und grüne Klunker am Hals und an den Fingern. Beide steckten immer wieder die Köpfe zusammen, aber so wie das aussah, heckten die nichts gutes aus. Was mir besonders auffiel, sie tranken Rose Wein, anstatt Jägermeister, von der Farbe her hätte das besser gepasst. Dass die vor nichts zurück schrecken wurde mir bewusst, als der Wirt 2 Bembel mit Apfelwein spendierte. Ab dem Zeitpunkt tranken die nur noch Apfelwein. Eigentlich war das ja logisch, die Äpfel sind ja auch grün bevor sie rote Bäckchen bekommen. Also nachdem Dagmar bei den türkis farbigen Blusen sass, bekam sie plötzlich einen verklärten Blick, einen Blick voller Sehnsucht und Liebe. Ich weiß ja nicht was die beiden zu ihr gesagt haben. Aber wahrscheinlich haben sie Dagmar gefragt: “Wann heiratest du deinen Steini? Sieh zu das du den endlich hinbekommst”. Aber es steht fest, als Steini kam wurde er gleich in Beschlag genommen. Dagmar hat alle Register ihrer Verführungskunst gezogen. Ihre Verführungskunst hat bei Steini voll eingeschlagen. Mein Gott der Arme wusste ja gar nicht wie ihm geschah. Küsschen hier, Umarmung da, um es kurz zu machen, plötzlich hatten beide einen verklärten Blick. Steini ist normaler weise ein Mann der letzten Stunde, aber nach dieser Umgarnung war er nicht mehr zu bremsen und wollte nur noch nach Hause mit seiner Dagmar. Wahrscheinlich haben die beiden zu Hause beim kuscheln kuscheln und so, den Hochzeitstermin klargemacht. Die beiden türkis farbigen Blusen haben mit einem ganz zufriedenen Lächeln das Ordensfest verlassen

Autor / Fotos: henrymils

 

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Die Weihnachtsfeier

Anfang Dezember letztes Jahr, als ich auf dem Weg von meiner Wohnung zu einer meiner Stammkneipen ging, bin ich, was mir doch seltsam vorkam, sehr vielen Elfer Mitgliedern begegnet, und alle stellten mir die gleiche Frage, “Heinrich, wann ist dieses Jahr Weihnachtsfeier”? Leider konnte ich die Frage nicht beantworten. In meiner Stammkneipe angekommen, habe ich sofort meine große Vorsitzende angerufen und habe sie gefragt, “Conny wann ist dieses Jahr unsere Weihnachtsfeier”? Sie sagte zu mir “Heinrich, am nächsten Samstag”. Jetzt war ich doch ziemlich platt. Und ich habe sie gefragt, “Wer hat das denn beschlossen”? Sie antwortete mir, “Wir vom Dreigestirn (Conny, Damir, Richard) haben das beschlossen”. Und sie sagte mir, dass es auf dieser Weihnachtsfeier einige Überraschungen gäbe. Ich wollte natürlich wissen, welche Überraschungen es gäbe. Sie zählte dann diese wie folgt auf. Es gibt ein gemeinsames Essen und einen Getränkebon für jedes anwesende Mitglied. Für die verdienten Mitglieder gibt es einen Orden und einen kleinen Bembel mit dem Elfer Emblem, die Garden bekommen eine Tüte mit Süßigkeiten und Weihnachtsgebäck, und keiner muß etwas bezahlen. “Mein Gott”, habe ich gedacht, “das gibt es doch gar nicht”. Auf meine Frage, “Was hat denn Richard dazu gesagt”? Conny sagte “Richard war mit allem einverstanden, und das Ganze war seine Idee”. Das hat mich doch sehr gewundert, denn Richard (ein schottischer Schwabe) sitzt doch förmlich auf der Kohle. Nun ja, ich bin am Samstag zu dieser Weihnachtsfeier gegangen. Es war ein herrliches Fest, viele, sehr viele Mitglieder waren da. Alle waren zufrieden und es gab Lob von allen Seiten. Ich habe, still und heimlich, dem Dreigestirn für die schöne Weihnachtsfeier gedankt. So gegen Mitternacht, nach einigen Bieren und Ramazotti, habe ich beschlossen, nach Hause zu gehen. Auf dem Weg zur Garderobe kommt mir der Kellner ganz aufgeregt nachgelaufen und winkte mit der Gesamtrechnung, und im Hintergrund hörte ich das Dreigestirn rufen, “Heinrich, wir haben hier auch noch einige Rechnungen für dich”! Der Schreck ist mir derart in die Glieder gefahren, und ich bin schweiß gebadet, senkrecht sitzend, in meinem Bett aufgewacht. Mein Gott, was für ein Alptraum? Aber, muss das eigentlich nur ein Traum bleiben, oder lässt sich das für dieses Jahr nicht doch verwirklichen? Natürlich nicht alles umsonst. Wir alle, und damit meine ich wirklich alle, nicht nur der Vorstand, sollten einmal darüber nachdenken.

Autors: henrymils